Beruf
 

Absolventen

Auf dieser Seite kommen einige ehemalige Studierende zu Wort, die in Stuttgart das Studium der Geodäsie und Geoinformatik absolviert haben:

Simon Taschke

Simon Taschke

Navigationsingenieur am Fraunhofer Institut fr Integrierte Schaltungen

Motivation fürs Studium

Die Berufswahl hatte mich während meiner Schulzeit nicht sonderlich stark interessiert. Zwar hatte ich zu dieser Zeit Interesse an Mathematik und Naturwissenschaft, aber noch keinerlei Vorstellung wie mich dieses Wissen zu einem für mich geeigneten Beruf bringen soll. Auf vielfaches Drängen meiner Mutter habe ich beschlossen vor Beginn meines letzten Schuljahres ein mehrwöchiges Praktikum zu absolvieren. Mehr oder weniger zufällig bin ich so für ein paar Wochen bei einem örtlichen Vermessungsbüro gelandet und habe erste Einblicke in die Welt der Geodäsie gewinnen können. Als das Thema Studienwahl dann anstand, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen das Thema weiterzuverfolgen. Zum Glück gab es diesen Studiengang in Stuttgart, wo ich aufgewachsen bin, sonst hätte ich mir erstmalig ernsthaft was überlegen müssen.

Lebenslauf – während des Studiums

Im Wintersemester 2010/2011 begann ich mein Studium. Das familiäre Umfeld im Studiengang habe ich von Anfang an sehr genossen und mich von Beginn an in der Fachschaft und Uni Politik engagiert. Auch fachlich habe ich meine Motivation aus Schulzeiten schnell vervielfacht und konnte bereits sehr früh erste größere Erfolge feiern. Meine Entscheidung für das Geodäsie Studium habe ich nicht bereut.

Über einen Nebenjob als Hilfswissenschaftler bin ich im fünften Semester am Institut für Navigation gelandet und habe mein Interesse für den Bereich der Satellitennavigation entdeckt. Durch meine Tätigkeit am Institut, durch Bachelor und Masterarbeit, welche ich im Ausland absolvierte, sowie zahlreiche Wahlfächer habe ich mich in meinen 10 Semestern Studienzeit erfolgreich spezialisieren können. So war es für mich selbstverständlich im Bereich der Satellitennavigation längerfristig zu bleiben und auf diesem Feld in das Berufsleben einzusteigen.

Lebenslauf – nach dem Studium

Während der Navigationskonferenz 2015 in Stuttgart konnte ich meinen Fuß in die Tür des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltung stellen und zwei Monate später dort als einziger Geodät der Abteilung voll einsteigen.

Am Institut entwickeln wir eine Vielzahl Lokalisierungstechnologien, lokal wie global. Im Bereich der Satellitennavigation reicht die Forschung von der Antenne bis hin zur Positionslösung. Fraunhofer ist dabei weltweit einer der wesentlichen Entwicklungsstandorte für Galileo-Empfängertechnologien.

Durch meine im Studium gewonnen Erfahrung als Anwender von Empfängertechnologie beschäftige ich mich hauptsächlich mit dem Anforderungs- und Qualitätsmanagement. Darüber hinaus bringe ich meine Kompetenzen in der Entwicklung und im Projektmanagement ein und habe durch den Besuch verschiedenster Konferenzen die Möglichkeit internationale Kontakte zu knüpfen.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Der Studiengang ist was die Personenzahl angeht sehr klein und überschaubar. Was die Anzahl der Möglichkeiten angeht ergibt sich aber gerade daraus eine unglaubliche Vielzahl von Chancen. Kontaktmöglichkeiten gibt es quer durch alle Semester hinweg, über Alumni und Dozenten bis hin in die Industrie. Der Studiengang bietet eine Vielzahl von lohnenswerten Exkursionen, sowie mehrfach die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten. Welche dieser Möglichkeit du selbst wahrnehmen möchtest bleibt hierbei einzig und alleine dir überlassen, das Motto ist jedenfalls „Du willst es, du kriegst es“.

Auch ich habe eine Vielzahl von Chancen ergriffen. Als besonderes Highlight sehe ich hier ein Auslandsemester in Bukarest an. Von der gesammelten internationalen Erfahrung, die ich während meines Aufenthaltes sammeln konnte, profitiere ich noch heute, beruflich wie auch privat.

Beatrice Appenzeller

Beatrice Appenzeller

Systemarchitektin im Bereich Fahrerassistenz & Autonomes Fahren

Motivation fürs Studium

Nach dem Abitur besuchte ich die Veranstaltung „Tag der offenen Tür“ der Uni Stuttgart in Vaihingen, um mich über die verschiedenen technischen Studiengänge genauer zu informieren. Dort hat mich die Vorstellung am Stand des Studiums Geodäsie & Geoinformatik sofort begeistert, da das Anwendungsgebiet der Geodäsie so breit und vielfältig ist, sodass ich das angepeilte Mathematik-Studium verwarf und mich im Studiengang Geodäsie & Geoinformatik einschrieb.

Lebenslauf – während des Studiums

Ich begann mein Studium im Semester 2005/2006. Nach dem bestandenen Vordiplom vertiefte ich das Thema Bildverarbeitung unter anderem mit den Schwerpunkten Mustererkennung und digitale Geländemodelle, sowie das Thema Photogrammetrie im Luft- und Nahbereich. Während meiner Diplomarbeit beschäftigte ich mich mit dem Thema der bildbasierten Georeferenzierung von Unmanned-Aerial-Vehicles (UAV) Aufnahmen, wozu unter anderem die Flugplanung erstellt werden musste, als Basis für die anschließende Referenzierung der Bilder zueinander mittels einer aus den Bildern erzeugten Merkmalskarte.

Lebenslauf – nach dem Studium

Nach dem Studium kam ich über die ehemalige ifp-Studentin Carina Raizner zur Robert Bosch GmbH in den Bereich Fahrerassistenz Kamera-Hardwareentwicklung/Prüftechnik und entwickelte einen Serien-tauglichen Streulichtprüfstand für die Kamerafertigung. Anschließend wechselte ich in den Bereich Autonomes Parken, in welchem ich mich mit Kamerakalibrierung, LiDAR-Systemen und dem Thema der Kartenerstellung beschäftigte. Letztendlich landete ich an meiner jetzigen Stelle im Bereich Systemarchitektur für assistierte bzw. autonome Fahrfunktionen, die mir sehr gut gefällt, da ich eine ganzheitliche Sicht auf das komplette System und dessen Funktion erhalte und dieses mitentwickeln kann.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Während des Studiums absolvierte ich ein 3-monatiges Praktikum bei der Firma ARGON Measuring Solutions in Leuven, Belgien. Die Firma stellt hochgenaue Vermessung als Dienstleistung zur Verfügung, z.B. zur Feststellung von Fertigungsungenauigkeiten von Flugzeugteilen. Dabei lernte ich den Umgang und Auswertung von taktilen Messarmen, Streifenlichtprojektion und Photogrammetrie genauer kennen.

Das Studium an der Uni Stuttgart hab ich sehr genossen. Zum einen fand eine enge Zusammenarbeit mit den Professoren und Dozenten statt, bedingt durch die „Größe“ des Studiengangs. Und zum anderen hatten wir Studierende untereinander einen starken Zusammenhalt, der bis heute anhält. Wir nahmen jedes Semester an der Konferenz KONGEOS (früher ARGEOS) teil und genießen immer noch den Deutschlandweiten Kontakt zu anderen Ehemaligen.

Volker Mayer

Volker Mayer

Navigationsingenieur am European Space Operations Centre (LSE Space GmbH)

Motivation zum Studium

Als Schwabe war für mich ein Ingenieursstudium an der Universität Stuttgart die offensichtliche Entscheidung. Beim Scrollen durch die Homepage der Universität schaffte es Geodäsie in die engere Auswahl. Die entscheidenden Argumente waren die geometrischen Anwendungsprobleme und der Informatikschwerpunkt. Ein Massenstudiengang wie Maschinenbau war mir derweil zu ordinär.

Lebenslauf – während des Studiums

Im Anschluss an den Wehrdienst begann ich zum Wintersemester 2010 mein Bachelorstudium Geodäsie und Geoinformatik an der Universität Stuttgart. Im fünften und sechsten Semester nahm ich an einem Austauschprogramm teil und studierte zwei Semester an der University of Calgary in Kanada. Der Aufbau des Studiums und die Unterstützung der Professoren ermöglichten mir die dort erbrachten Leistungen vollständig anrechnen zu lassen. Am Ende des sechsten Semesters fehlte mir nur noch eine Vorlesung. Trotzdem konnte ich an der Universität Stuttgart mit meinem Master zum Wintersemester 2013 beginnen und die letzte Bachelorvorlesung nachholen. Nach etwas mehr als fünf Jahren schloss ich meinen Master Ende 2015 ab.

Lebenslauf – nach dem Studium

Über einen Gastdozenten gelang es mir 2015 mich erfolgreich für eine Masterarbeit bei der ESA zu bewerben. Am Europäischen Raumfahrt Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt wurde ich Teil des Navigation Support Office. Die dortigen Schwerpunkte sind die hochgenaue Orbitbestimmung von Erdbeobachtungs- und Navigationssatelliten sowie Verbesserung der globalen Referenzsysteme. Im Anschluss an die Masterarbeit nahm ich 2016 am German Trainee Programm des DLR teil. Noch im gleichen Jahr schaffte ich den Einstieg bei LSE Space GmbH und arbeite seitdem als Navigationsingenieur bei der ESA.

Zusätzlich engagiere ich mich als Geoinformationsoffizier der Reserve im Zentrum für Geoinformation der Bundeswehr.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Für mich war das Austauschprogramm mit der University of Calgary in Kanada ein Aushängeschild des Studienganges. Ich war einer der Glücklichen, der daran teilnehmen durfte. Die Erfahrungen, die ich während dieser acht Monate gemacht habe, sind unersetzlich und haben mir den Einstieg in das Berufsleben vereinfacht.

Allgemein habe ich sehr gerne studiert. Auf Grund der überschaubaren Größe des Studienganges ist es leicht Lerngruppen zu bilden, um zusammen die Herausforderungen des Studiums zu meistern. Über die Jahre sind daraus Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten. In Erinnerung sind mir außerdem unsere erfolgreiche Fachschaftsarbeit und die vielen geselligen Veranstaltungen geblieben.

Kassandra Schwämmle

Kassandra Schwämmle

Entwicklungsingenieur maritime Navigation und GIS

Motivation fürs Studium

Während meiner Schulzeit entdeckte ich meine Begeisterung für Satellitensysteme und absolvierte meine mündliche Abiturprüfung mit sehr gutem Ergebnis im Fach Geographie. Bei einem Tag der offenen Uni in Stuttgart wurde ich dann auf Geodäsie und Geoinformatik aufmerksam und stellte fest, dass das Fach die beiden Bereiche Geographie/Kartographie sowie Satellitensysteme auf interessante Weise verknüpfte. So beschloss ich nicht, wie ursprünglich angedacht Luft- und Raumfahrttechnik sondern Geodäsie und Geoinformatik zu studieren.

Lebenslauf – während des Studiums

Ich begann mein Studium im Wintersemester 2011/2012. Nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelor mit einer Bachelorarbeit im Bereich der Fernerkundung legte ich meinen Schwerpunkt im Master auf das Themengebiet Photogrammetrie/GIS sowie auf die Navigation. In meiner Abschlussarbeit beschäftigte ich mich mit der Rekonstruktion einer archäologischen Ausgrabungsstätte mit Methoden der Photogrammetrie und der Computer Vision.

Lebenslauf – nach dem Studium

Nach dem Studium begann ich als Praktikantin bei der Firma Innovative Navigation GmbH im Bereich Navigation in der Binnenschifffahrt und GIS. Dort beschäftigte ich mich mit der Bestandsaufnahme vorhandener Systeme (Hard- & Software) und brachte mich in die Softwareentwicklung des Unternehmens im Bereich der maritimen Navigation sowie der Sensordatenverarbeitung ein.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Die überschaubare Anzahl der Studierenden eines Jahrgangs führte bald dazu, dass man sich schnell und gut kennenlernte und somit auch viel gemeinsam erarbeitete. Durch semesterübergreifende Veranstaltungen einer hilfsbereiten und offenen Fachschaft lernte man auch Studierende der anderen Jahrgänge kennen, mit denen man sich dann auch gut austauschen konnte. Die Betreuung durch die Professoren und die wissenschaftlichen Mitarbeiter an den vier verschiedenen Instituten war zielführend und (meist) hilfreich, ließ aber noch genug Raum, eigene Ideen und Projekte umzusetzen.

Susanne Becker

Susanne Becker

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Motivation fürs Studium

Naturwissenschaftliche Fächer haben mich schon in der Schule interessiert. Nach dem Abitur habe ich mich deshalb besonders in diesem Bereich informiert. Unter anderem habe ich den Tag der offenen Tür besucht, den die Uni Stuttgart jährlich veranstaltet. An der Geodäsie und Geoinformatik gefiel mir besonders die große Bandbreite der Themen und Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Berufsfeldern.

Lebenslauf – während des Studiums

Im Wintersemester 1999/2000 nahm ich mein Studium auf. Besonders interessierten mich die Themenbereiche Photogrammetrie und Bildverarbeitung, weshalb ich meinen Studienschwerpunkt darauf legte. In meiner Diplomarbeit beschäftigte ich mich mit der Auflösungsverbesserung von multispektralen und panchromatischen ADS40-Daten. Im Juni 2004 beendete ich mein Studium.

Lebenslauf – nach dem Studium

Unmittelbar nach Studienende wurde ich am Institut für Photogrammetrie als wissenschaftliche Mitarbeiterin eingestellt. Zunächst befasste ich mich weiter mit dem Themenfeld meiner Diplomarbeit. Seit dem Jahr 2006 arbeite ich innerhalb des instituts- und fächerübergreifenden Sonderforschungsbereichs Nexus. Zu meinen Hauptaufgaben zählt hierbei die 3D-Modellierung von Gebäudefassaden aus unterschiedlichen Sensoren.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Die Zusammenarbeit mit Professoren und Dozenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und älteren Studierenden während des Studiums habe ich als sehr angenehm empfunden. Die Atmosphäre war konzentriert, aber dennoch familiär und ungezwungen.

Jan-Martin Bofinger

Jan-Martin Bofinger

Vermessungsingenieur (Entwicklung)

Motivation fürs Studium

Am Ende meiner Schulzeit hat mir ein Bekannter, der Vermessungswesen studierte, das Studium vorgestellt. Bereits damals war klar, dass der Informatikanteil am Vermessungswesen (jetzt Geodäsie und Geoinformatik) immer stärker zunehmen würde. Aufgrund der praktischen Anwendung der Informatik, der mathematischen Ausrichtung und der verschiedenen Technologien habe ich mich dann für diesen Studiengang entschieden.

Lebenslauf – während des Studiums

Nach einem Jahr Zivildienst habe ich im WS 96/97 mit dem Studium begonnen. Als Vertiefungsrichtung habe ich die Bildverarbeitung gewählt. Die Fächer der Geoinformatik haben mich aber genauso interessiert. Nachdem ich bereits in meinen Studienarbeiten den Schwerpunkt auf den Einsatz meiner Programmierkenntnisse gelegt hatte, konnte ich meine Diplomarbeit bei der DaimlerChrysler AG in der Abteilung Verkehrstelematik machen.

Lebenslauf – nach dem Studium

Nach Abschluss meines Studiums im WS 00/01 konnte ich direkt eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Photogrammetrie im Bereich Geoinformatik antreten. Dort konnte ich meine Kenntnisse im Bereich der Softwareentwicklung weiter ausbauen. Seit Oktober 2003 arbeite ich in der Entwicklungsabteilung der Ingenieurvermessungsgesellschaft intermetric. Dort entwickeln wir unter anderem Messsysteme für den Tunnelbau, für Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn und vernetzte, automatische Deformationsüberwachungssysteme.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Aufgrund der verschiedenen Vertiefungsrichtungen im Hauptstudium kann man das Studium der Geodäsie und Geoinformatik gut seinen Neigungen anpassen. Das Studium bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Vermessungstechnologien und -themen.

Wenn Probleme oder Fragen auftauchten, konnte man jederzeit zu den wissenschaftlichen Mitarbeitern der vier Institute gehen.

Julian Daubrawa

Julian Daubrawa

Systemingenieur Navigation

Motivation fürs Studium

Noch während meiner Schulzeit wurde ich auf den Studiengang Vermessungswesen aufmerksam. Nach dem Grundwehrdienst absolvierte ich mein Praktikum und entschied mich aufgrund der Vielseitigkeit des Studienganges endgültig dafür, Geodäsie und Geoinformatik zu studieren.

Lebenslauf – während des Studiums

Von Oktober 2002 bis September 2007 war ich Student der Geodäsie und Geoinformatik. Während des Studiums versuchte ich mich in Richtung Satellitengeodäsie, Satellitennavigation und Orbitanalysen zu vertiefen. Außerdem erlernte ich die Programmiersprachen C/C++, Matlab und LabView.

Nach meiner Studienarbeit mit dem Thema Modellierung stationärer Prozesse zur Analyse von Residuen, schrieb ich meine Diplomarbeit Bahnstörungen durch Ozeangezeiten bei der Firma IfEN GmbH in München.

Lebenslauf – nach dem Studium

Nach Abschluss meines Studiums begann ich bei der Firma Astrium GmbH in München zu arbeiten. Hier bin ich als Systemingenieur Navigation angestellt. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen bei der Satellitennavigation und bei Performanceanalysen von Satellitennavigationssystemen.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Ein großer Vorteil des Studiums der Geodäsie und Geoinformatik ist die familiäre Atmosphäre unter den Studierenden und der unkomplizierte Kontakt zu den Professoren und den wissenschaftlichen Mitarbeitern. Dies half vor allem bei der Vorbereitung auf Prüfungen und für das Verständnis der Lehrinhalte.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit einer HiWi-Tätigkeit an einem der Institute.

Christoph Gebert

Christoph Gebert

Surveyor – Vermessungsingenieur

Motivation fürs Studium

Nach dem Abschluss der Realschule absolvierte ich eine Ausbildung zum Vermessungstechniker am Staatlichen Vermessungsamt Künzelsau. Da ich mich in der Vermessungswelt sehr wohl fühlte, war es nahe liegend, nach dem Abitur 1997 das Studium der Geodäsie zu beginnen.

Lebenslauf – während des Studiums

Von 1997 bis zum Sommersemester 2005 blieb mir genügend Zeit mein Fachwissen breitgefächert anzulegen. Da ich der klassischen Vermessung treu bleiben wollte, wählte ich eine Freie Vertiefung und besuchte die Vorlesungen der Bereiche Ingenieurgeodäsie und Katastervermessung.

Ein Praktikum führte mich für fast drei Monate zur Vermessungsabteilung der Vorarlberger Illwerke nach Österreich und deren Staudammvermessungen. Während des Studiums verbrachte ich mehrere Monate in Australien. Obwohl kein direkter Bezug zum Studium vorhanden war, zahlte sich dies sprachlich sehr aus. Die Mitarbeit bei einem GTZ-Projekt (Schwerpunkt Verkehrsingenieurwesen) versetzte mich für sechs Monate nach Kolumbien, eine beruflich wie privat sehr prägende Erfahrung. Nach hartnäckiger Suche schrieb ich 2005 meine Diplomarbeit über ein von der Uni Karlsruhe angebotenes Thema. Hierbei beschäftigte ich mich mit der Bewertung von Objekten in Offenen Immobilienfonds, was mir einen Einblick in die Welt der internationalen Immobilienbranche gewährte.

Lebenslauf – nach dem Studium

Nach Abschluss der Diplomarbeit arbeitete ich einige Zeit als freier Mitarbeiter für den Gutachterausschuss der Stadt Karlsruhe und schrieb ein Fachbuch über Offene Immobilienfonds. Um dem unattraktiven deutschen Arbeitsmarkt zu entfliehen, fasste ich den Entschluss einige Zeit ins Ausland zu gehen und bin seit November 2006 für K&A Surveyors in Townsville, Australien tätig. Dies ist ein alteingesessenes, mittelgroßes Vermessungsbüro, das Lösungen für alle in diesem Land notwendigen Vermessungsaufgaben anbietet. Hier bin ich als Projektingenieur mit Aufgaben aus dem Kataster- und Ingenieurvermessungswesen betraut. Ich nehme auch die Möglichkeit wahr, innerhalb der nächsten zwei Jahre den Status des Registered Surveyors zu erlangen (vergleichbar dt. ÖbVI).

Besondere Eindrücke während des Studiums

Besonders erwähnenswert ist der direkte und unkomplizierte Kontakt zu Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern, die gerne ihr fachliches Wissen teilen. Durch Eigeninitiative und die vielfältig angebotenen HiWi-Stellen ist es möglich und sehr empfehlenswert, über den Studienlehrplan hinaus, wertvolle praktische Eindrücke zu sammeln.

Martin Goetzelmann

Martin Götzelmann

Systemingenieur Navigation

Motivation fürs Studium

Auch ich bin auf der Suche nach einem Studienfach mit mathematischen und technischen Schwerpunkten schließlich bei der Geodäsie und Geoinformatik gelandet. An einem Unitag hatte ich mir die vier Institute vor Studienbeginn schon einmal etwas näher betrachtet.

Lebenslauf – während des Studiums

Mein Geodäsie-Studium habe ich 1998 begonnen. Zu Anfang hatte ich noch in erster Linie die Ingenieurvermessung im Blick, doch während des Hauptstudiums entwickelte ich dann mehr Gefallen und Interesse an den Vorlesungen der beiden Vertiefungsrichtungen Bildverarbeitung und Navigation. Und nachdem ich zu Beginn meines Studiums praktisch keine Programmierkenntnisse mitbrachte, fand ich während des Studiums (nach einem C und C++-Kurs) auch Spaß am Programmieren. In einer Studien- und meiner Diplomarbeit schrieb ich Software zur Simulation und Bahnpunktverdichtung von Satellitenorbits.

Lebenslauf – nach dem Studium

Im Anschluss an meine Diplomarbeit übernahm ich dann 2003 eine Projektstelle am Geodätischen Institut, für das ich auch während des Studiums schon als HiWi gearbeitet hatte. In einem Verbundprojekt mit dem Geoforschungszentrum in Potsdam war ich damit beschäftigt, aus GPS-Bahndaten des Geoforschungssatelliten CHAMP, Modelle für das Gravitationsfeld der Erde abzuleiten und dabei bestehende Auswertealgorithmen robuster gegenüber Messfehlern in den Eingangsdaten zu machen. 2005 kam ich nach Ottobrunn (bei München) zur EADS Astrium GmbH. Seitdem arbeite ich dort im Rahmen der Galileo In-Orbit-Validation Phase mit am Aufbau des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Ich bin als Systemingenieur (in einer Arbeitsgruppe, in der übrigens auch noch weitere Geodäten arbeiten) damit beschäftigt, bestimmte Leistungsparameter (Verfügbarkeit, Kontinuität, Integrität und Genauigkeit der Positionsbestimmung), die für die geplante Nutzung Galileos in der zivilen Luftfahrt entscheidend sind, bereits vor Realisierung des Systems zu simulieren und die Erfüllbarkeit der entsprechenden geforderten Systemspezifikationen durch geeignete Systemkonzepte zu gewährleisten.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Besonders am Studiengang Geodäsie und Geoinformatik sind sicherlich die überschaubaren Studierendenzahlen, die schon automatisch für eine recht familiäre Atmosphäre sorgen. Oft hat sich z.B. vor Prüfungen das gesamte Semester getroffen, um gemeinsam alte Prüfungsaufgaben zu rechnen. Den Umgang zwischen Dozenten und Studierenden empfand ich (mit den üblichen Ausnahmen, welche die Regel nur bestätigen) als fair. Bei der Breite des fachlichen Spektrums, die sich durch die unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen ergibt, hat jeder die Möglichkeit im Hauptstudium Vorlesungen zu finden, die sein Interesse treffen oder während des Studiums interessante Themengebiete neu für sich zu entdecken. Im Studium erworbene Kenntnisse über Navigation, Ausgleichungsrechnung, Satellitengeodäsie oder Signalverarbeitung kommen mir heute im Job zugute.

Ich habe gerne Geodäsie in Stuttgart studiert.

Felizitas Patan

Felizitas Patan

Projektleiterin für Baulandumlegung

Motivation fürs Studium

Die Vorliebe im Umgang mit der Mathematik und der Natur motivierten mich für diesen Studiengang.

Lebenslauf – während des Studiums

Geodäsie und Geoinformatik studierte ich an der Universität Stuttgart von 1997 bis 2003. Insbesondere die Vertiefungsrichtungen Navigation und Ingenieurgeodäsie konnten mich begeistern und so wählte ich auch in diesen Fachrichtungen die Themen für meine Studienarbeiten und Diplomarbeit.

Lebenslauf – nach dem Studium

Nach dem Studium absolvierte ich den zweijährigen Vorbereitungsdienst für den höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst (Referendariat) beim Land Baden-Württemberg. Dieser ist Voraussetzung für den Eintritt in den Staatsdienst oder den Berufseinstieg zum öffentlich bestellten Vermessungsingenieur. Während des Referendariats hat mich vor allem der Bereich Bodenordnung (Flurneuordnung und Baulandumlegung) interessiert. So war ich nach dem Referendariat ein Jahr beim Regierungspräsidium Freiburg in der Flurneuordnung als Leitende Ingenieurin tätig. Heute bin ich bei der STEG Stadtentwicklung GmbH in Stuttgart als Projektleiterin für die Baulandentwicklung angestellt.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Besondere Eindrücke während des Studiums waren für mich die familiäre Atmosphäre der Studierenden untereinander, aber auch zu den Dozenten und Professoren. Damit war eine sehr individuelle Betreuung möglich und man konnte durch persönliches Engagement und Eigeninitiative sehr viel selbst zu den Themen der Studien- und Diplomarbeiten beitragen. Insgesamt betrachtet ist der Studiengang der Geodäsie und Geoinformatik sehr familiär geprägt und bietet dadurch außergewöhnlich gute Studienbedingungen.

Marcus Philipp

Marcus Philipp

Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur

Motivation fürs Studium

Auf das Studium Geodäsie und Geoinformatik wurde ich im Rahmen der Orientierungstage an der Universität Stuttgart für Schüler der Oberstufe aufmerksam. Auf Grund der interessanten Präsentation der Lehrinhalte und beruflichen Tätigkeitsfelder sowie meiner Vorliebe für mathematische und technische Fächer entschied ich mich für diesen Studiengang.

Lebenslauf – während des Studiums

Beginn WS 1998, Ende SS 2003. Freie Vertiefung mit Schwerpunkt im Bereich der Vertiefungsrichtung Navigation.
Studienarbeit 1: Anwendung des kinematischen KALMAN-Filters zur Deformationsanalyse eines Höhennetzes, 2002
Studienarbeit 2: Die geodätische Anfangs- Randwertaufgabe in Fermi- und Soldnerkoordinaten, 2003
Diplomarbeit: Untersuchung der charakteristischen Eigenschaften zweier Ortungssensoren, 2003
Programmiersprachen: C, C++

Lebenslauf – nach dem Studium

Von Oktober 2003 bis November 2005 absolvierte ich den Vorbereitungsdienst für den höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst. Im Anschluss an die Große Staatsprüfung im November 2005 hatte ich eine Anstellung beim Land Baden-Württemberg. Mein Arbeitsplatz als Assessor des Vermessungswesens war beim Landratsamt Tübingen, Abt. 42 Vermessung, Flurneuordnung angesiedelt. Vom 01. Dezember 2006 bis 30. Juni 2007 war ich im Ingenieurbüro für Vermessung und Bauleitplanung Siegfried Hartenberger, Herrenberg, angestellt. Am 02. Juli 2007 erhielt ich die Bestellung zum Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur und bin seitdem Teilinhaber des Ingenieurbüros Hartenberger + Philipp, Herrenberg. Die Tätigkeitsfelder umfassen die Entwurfs- und Bauvermessung, Bauleitplanung, Entwurf von Verkehrsanlagen und den gesamten hoheitlichen Bereich der Liegenschaftsvermessungen.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Aufgrund der überschaubaren Semestergröße wich die anfängliche Anonymität bald einem freundschaftlichen Miteinander. Abgabepflichtige Aufgaben wurden häufig gemeinsam erarbeitet und die Vorbereitungen auf Prüfungen fanden in der Regel im Team statt. Die Fachschaft zeichnete sich durch unkomplizierten Kontakt zwischen Studierenden unterschiedlicher Semester aus. Die Betreuung durch Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Hilfswissenschaftler war ebenso wie die infrastrukturelle Ausstattung mit Rechnerarbeitsplätzen nahezu optimal.

Carina Raizner

Carina Raizner

Doktorandin

Motivation fürs Studium

Aufgrund meiner Vorliebe für die Fächer Mathe und Physik, die auch Teil meiner Abiturprüfung im Jahr 2002 waren, machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem technischen, aber eher anwendungsbezogenen Studiengang. Dabei bin ich auf die Homepage der Geodäsie und Geoinformatik an der Universität Stuttgart gestoßen und habe daraufhin sofort Emailkontakt mit der Fachschaft aufgenommen. Vor allem die Aspekte des relativ "kleinen und familiären" Umfelds, die Aussichten, später teilweise an der frischen Luft arbeiten zu können, sowie das breitgefächerte Vorlesungsspektrum haben mich dann letztendlich davon überzeugt, die Geodäsie und Geoinformatik anderen Ingenieursstudiengängen vorzuziehen.Lebenslauf – während des Studiums

Nachdem ich an dem Vorpraktikum in einem Planungsbüro Gefallen gefunden hatte, begann ich dann schließlich im WS 02/03 mein Studium und schloss mein Vordiplom auch in den regulären vier Semestern ab. Nach Einführung der neuen Prüfungsordnung wählte ich im Hauptdiplom als eine der ersten Studierenden die Vertiefungsrichtung "Anwendungen der Geodäsie in der Luft- und Raumfahrt". Dabei hatte ich die Gelegenheit, den Einblick in verschiedenste Vorlesungen der Luft- und Raumfahrttechnik zu gewinnen. Neben einem Praktikum in Finnland am "Finnish Geodetic Institute" verbrachte ich außerdem zwei Auslandssemester an der University of Calgary, Kanada, die durch ein DAAD-Stipendium finanziert wurden. Anschließend hatte ich die Möglichkeit, erst an der University of Toronto, Kanada, und danach an der Uni Stuttgart (GI), meine Diplomarbeit über die regionale Analyse des GNSS-levelling zu schreiben. Im Rahmen eines Praktikums bei der europäischen Raumfahrtorganisation ESTEC/ESA in den Niederlanden verfasste ich schließlich eine Studienarbeit, in der ich verschiedene Filter in der GOCE-Datenprozessierung miteinander verglich.

Lebenslauf – nach dem Studium

Seit Dezember 2007 arbeite ich an einer dreijährigen Industriepromotion bei der Robert Bosch GmbH in Leonberg. Das Thema meiner Dissertation umfasst die Automatisierung und Objektivierung der Streulichtprüfung an hochdynamischen Kameras und geht eher in die Richtung der Bildverarbeitung und Optik.

Besondere Eindrücke während des Studiums

Durch das Studium der Geodäsie und Geoinformatik an der Universität Stuttgart mit der Vertiefungsrichtung in der Luft- und Raumfahrt hatte ich die Möglichkeit, viele verschiedene technische und anwendungsbezogene Fachbereiche kennenzulernen. Die Vorteile des relativ "kleinen" Studiengangs, die dadurch optimale Betreuung und die Möglichkeiten, Studium und wichtige Auslandserfahrungen miteinander zu verbinden, zeichnen den Studiengang besonders aus.